Lange Zeit wurden die Ultraleicht-Flugzeuge nicht ernst genommen und als fliegende Gartenstühle verspottet. Heute aber sind leistungsfähige Geräte in der Luft und aus dem Hobby von Bastlern hat sich ein echter Sport entwickelt.

Einer der sehr aktiven Vereine, der auch viel Pionierarbeit geleistet hat, ist der Ultraleichtverein Saar-Pfalz. Die Mitglieder fanden bereits 1983 zusammen, als das Thema Ultraleicht noch nicht auf der Agenda der meisten Flugschulen und Flugsportvereine stand. Gestartet wird vom Flughafen Pirmasens, wo der Verein auch seinen offiziellen Sitz hat.

Ausbildung zum Sportflieger

Die Definition eines Ultraleichtflugzeugs ist nicht einfach. Zu ihnen zählen sowohl Kleinflugzeuge als auch Trikes, die einen drachenartigen Flügel besitzen und sogar Gyrocopter. Bei den Flugzeugen gilt ein Maximalgewicht von 600 Kilogramm, außerdem dürfen nur maximal zwei Personen Platz finden. Die Maschinen können bis zu 300 Stundenkilometer schnell sein und trotz der sehr leichten Bauweisen sind sie zumindest bei normalen Flugbedingungen sehr sicher. Pilot und Passagier haben auch einen Rettungsfallschirm für Notfälle.

In Pirmasens betreiben die 140 Mitglieder den dortigen Flugplatz, der gemeinsam mit anderen Vereinen genutzt wird. Der Verein bietet aber auch eine Ausbildung zum Piloten an – offiziell ist das die Sportpilotenlizenz für aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge. Dafür hat der Verein sogar eigene Fluggeräte, eine FK9 und eine C42. Die Schüler sind dann mit Flugzeugen unterwegs, die weniger als 120 Kilogramm wiegen, werden für die Prüfung aber auch die höhere Klasse fliegen müssen.

Der Verein hat sogar eine eigene App für iOS entwickelt. Mit dieser können Piloten, Flugschüler sowie Interessierte die aktuellen Daten zum Flughafen in Pirmasens abrufen. Angezeigt werden neben der Temperatur und der allgemeinen Wetterlage auch der Luftdruck und die Dichte sowie Höhe der Wolkendecke.

In einem eigenen Internetforum werden Nachrichten bekanntgegeben, es können alte Funkgeräte verkauft und erworben werden oder man kann Fragen stellen. Darüber hinaus kann man sich auch Bilder von vergangenen Veranstaltungen anschauen.